Die künstlerische Welt des Johannes Cordes ist
aus Gummibärchen
Ausstellung: Der Norddeutsche präsentiert im Schloss den
"Salvabär Dalì"/Workshop mit Kindern
Wer geglaubt hat, Gummibärchen seien nur zum Essen da, irrt. Dass mit den kleinen Bären Kunst gemacht werden kann, zeigt Johannes Cordes mit seiner Ausstellung "Gummibärchen einmal anders" bis zum 31.Mai im Bruchsaler Schloss. Bei der Vernissage haben Cordes Werke unter den Besuchern Begeisterung hervorgerufen. Allgemeiner Tenor: Dalì wäre von der Gummibär-Kunst begeistert gewesen.
Neben Helge Leibig und Klaus Wendel ist der gebürtige Norddeutsche Johannes Cordes ein weiterer Schöpfer zeitgenössischer Kunst, der die Dalì-Ausstellung "Das goldene Zeitalter" begleitet. Der "Gummibärchenkünstler" zeigt 21 Bärchenbilder, Objektkästen und Drucke. Bekannt geworden ist Cordes vergangenes Jahr, als er in Frankfurt sein erstes Porträt "Bärilyn" vorgestellte.
Es lehnt sich an Andy Warhols Bild "Marilyn Monroe" an. Mit Gummibärchen lässt Cordes den Pop Art-Klassiker in neuem Licht erscheinen. 3200 verschieden farbige hat er von Ihnen aneinander gereiht. Aus der Entfernung wird das 120 mal 120 Zentimeter große Motiv deutlich. Es ist genial: Cordes begreift Gummibärchen als Farbpunkte, die sich - ähnlich wie Pixel auf einem Bildschirm - zu einem Bild zusammen setzt. Passend zum "goldenen Zeitalter" hat er zwei Porträts mitgebracht, auf denen Salvador Dalì zu sehen ist. Für seine Werke "Salvabär Dalì" und "Dalì" hat der Künstler, der in Nürnberg ein Atelier unterhält, über 8.000 Gummibärchen verarbeitet. Für die musste er kein Geld ausgeben, denn sie wurden von Haribo gesponsert.
Einzigartig sind die Objektkästen, die mit den Bildern im Schönbornsaal des Schlosses hängen. Sie tragen Titel wie "Auch `ne Cola", "Heute mal in Rot", "Weiß oder Schwarz" und "Das goldene Zeitalter". Auf 40 mal 48 Zentimetern kombiniert Johannes Cordes Gummibärchen mit verschiedenen Motiven. Bei Auch `ne Cola" ist es eine alte, zerdrückte Cola-Dose, aus der Gummibärchen fallen. "Weiß oder Schwarz" zeigt das Wort "LOVE" in weißen und schwarzen Buchstaben. Davor stehen Bärchen. Auch in seinen Objektkästen zeigt Cordes den spanischen Meister Dalì - beim "Museumsbesuch" oder dem "Kleinen Fanclub". Spätestens hier weiß der Betrachter: Cordes hat wie Dalì eine Vorliebe für verschiedene Perspektiven, Entfernungen und Raumverhältnisse.
Seine Art Kunst zu schaffen, möchte Johannes Cordes weitergeben. Gemeinsam mit Kindern plant er, bei Workshops Bilder aus Gummibärchen herzustellen.