Es sind die kleinen Goldbären, die den aus dem Norden stammenden Autodidakten
und gelernten Schriftsetzer Johannes Cordes zu der Idee inspirierten, diese als Ausgangsmaterial für eine etwas, auf den ersten Blick eigenwillige Kunstform zu
nutzen: Großformatige Collagen, die sich aus vielen tausend kleinen, in aufwendiger
Arbeit einzeln eingefärbten Goldbären zusammensetzen. So entstehen faszinierende Interpretationen bekannter Arbeiten von Roy Lichtenstein und Andy Warhol oder
Tamara Lempika, aber auch Portraits wie zum Beispiel von Thomas Gottschalk.
Dazu Johannes Cordes: "Da ich sehr der Pop Art zugetan bin und unter anderem die Arbeiten von Andy Warhol sehr schätze, entstand im Jahre 2003 meine erste "Bärilyn",
frei nach Andy Warhol`s Marilyn Monroe, die ich aus 3200 Gummibärchen gestaltet
habe."
Im gleichen Jahr bekam Johannes Cordes das Angebot, 2004 als Nebenaussteller
zu "100 Jahre Salvador Dalì" im Schloss Bruchsal bei Karlsruhe teil zu nehmen - mit
über 900 Exponaten des 1989 verstorbenen spanischen Surrealisten, die damals
größte Retrospektive des Künstlers in Europa. Zu dieser Ausstellung, die für Johannes
Cordes den Durchbruch bedeutete, entstanden auch die großflächigen Hommagen an Salvador Dalì. Im Anschluss fanden viel beachtete Einzelausstellungen in ganz
Deutschland statt und auch die Firma Haribo wurde auf die ungewöhnlichen Arbeiten aufmerksam. In einer Auftragsarbeit für die Firma Haribo entstand dann die
Porträt-
serie des Firmengründers Hans Riegel und seiner Frau, der Firmenmitbegründerin
Gertrud Riegel sowie den Söhnen Dr. Hans Riegel und Paul Riegel.
Mittlerweile umfasst das Werk von Johannes Cordes neben den großformatigen
Collagen auch Objekte im Kleinformat, die durch ihre versteckte Ironie und
vielschichtigen Anspielungen den Betrachter immer wieder zum Schmunzeln
bringen.
